Programm

Mi, 16. Juli 2025

Vortrags-Block 1


13:00 Uhr
Eröffnung und Begrüßung


13:20 Uhr
Keynote: (EN) Objects, processes, and truths. Reflections on the intersection of theater and science
Dr. Melanie Reichert | Philosophisches Seminar, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

The lecture will begin by briefly looking at the historical connections between theater and the sciences in terms of ideas and technology. It will then highlight their structural similarities and differences in the fields of epistemology, theory of truth, and object theory. To this end, an expanded concept of theatricality will be applied and linked to the idea of “process” („Verfahren“). Furthermore, it will be shown how the concept of performativity can be used to critically question expectations of how the sciences function. Finally, the limits of an intertwining of the performing arts and science will be weighed up.


13:40 Uhr
(EN) Science&Theatre | English Theatre Berlin
Günther Grosser | Künstlerischer Leiter, English Theatre Berlin | Internationales Zentrum für Darstellende Künste

Prof. Dr. Regine Hengge | Exzellenzcluster Matters of Activity. Image Space Material und Institut für Biologie/Mikrobiologie, Humboldt-Universität zu Berlin

Science&Theatre was a cooperation project between English Theatre Berlin and Prof. Dr. Regine Hengge from Humboldt University Berlin, with a focus on social implications and ethically relevant aspects of the natural sciences negotiated in contemporary theatre. The project involved young scientists communicating these aspects as well as their own practical research experience to the theatre makers – director, actors, stage designers – in the dramaturgical development of a selected play. The latter would thus be enabled to stage science plays competently and convincingly for a general audience. In addition, this intensive transdisciplinary dramaturgical work flowed into extensive and informative program booklets.

From 2010 to 2018, eight productions could be successfully realized. Topics included human genome sciences and the possible social consequences; human identity and nature & nurture of complex human traits; the question of how far science may and must go; the conflict between scientific integrity and publish or perish; and science-historical topics such as the discovery of the DNA structure or the scandal surrounding Albert Einstein’s Nobel Prize award. On a meta level, the project showed that scientists and theatre creators follow the same general rules of constructing reality in their respective work processes. It seems to be the same kind of creativity that produces scientific ideas and hypotheses on the one hand and convincing fictional characters on the other.

Im Anschluss: Round Table


14:10 Uhr
(DE) Beispiele aus der freien Theaterszene
Jana Korb | Post-anthropozentrischer Zirkus
Anne Witmiß | Freie Regisseurin
Gabriele Schelle | Factory Theater

Im Anschluss: Round Table


14:45 Uhr
Kaffeepause


15:30 Uhr
Workshop-Block 1


19:00 Uhr
Abendessen


20:00 Uhr
Performance: Micro*Scope – Fokus Wissenschaftlerin
Physical Stories | Miriam Flick

Micro*Scope (Dauer 60 Minuten) mit Film, Tanz, Pantomime und Musik nimmt das Publikum mit in die Welt des Labors und der Biologie. In einem visuell eindrücklichen Erlebnis entsteht ein neuer Zugang zu wissenschaftlicher Arbeit, der diese auch für fachfremde Menschen zugänglich und nachvollziehbar macht und für Herausforderungen und forschendes Wirken begeistert. Arbeitsabläufe werden übersetzt in nahezu tänzerische Choreografien und verschmelzen mit Filmaufnahmen aus dem Labor. Laborgeräusche, komponiert zu eigenständiger Musik, begleiten die Performance. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Erleben von Frauen in der Wissenschaft.

Ausgehend von Interviews und intensiver Recherche erschafft die Theater-Company Physical Stories ein zeitgenössisches dokumentarisches Theater, in dessen Zentrum Körper und Bewegung stehen. Physical Stories vereint Künstler*innen aus Pantomime, Physical Theater und Film. Gemeinsam erschaffen sie ein „Physical-Story-Telling“, das klassische Pantomime, Mime Corporel und Objektanimation mit den Medien Film und Sound vereint. In den Inszenierungen verlässt Physical Stories bewusst die Grenzen klassischer Theaterräume und sucht neue Ausdrucksformen an der Schnittstelle von Bewegung, Medienkunst und Narration.

Do, 17. Juli 2025

Vortrags-Block 2


09:00 Uhr
Begrüßung


09:20 Uhr
(DE) per.SPICE! – die Rolle der Wahrnehmung in der künstlerischen Forschung
Julian Klein | Leiter des !KF – Institut für Künstlerische Forschung Berlin

Die künstlerische Erfahrung ist die Würze der Wahrnehmung. In dem Erkenntnisstreben einer Forschung kann sie auch eingesetzt werden, um bestimmte Formen von Wissen zu erschließen. Julian Klein stellt einige Beispiele vor aus der Arbeit des !KF – Institut für künstlerische Forschung Berlin.


09:40 Uhr
(DE) Minus 36° kalt – Interaktionen zwischen Theater und Wissenschaft
Tobias Rausch | Regisseur und Senior Fellow am RIFS – Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit

Gibt es einen Temperaturunterschied zwischen Wissenschaften und Theater? Und wenn ja, was passiert, wenn beide aufeinandertreffen? Entsteht dann eine Gewitterfront?

„Ich bin Wissenschaftlerin, ich muss kalt sein,“ formulierte eine Arktisforscherin in einem Gespräch zum Theaterprojekt „Tornado“ ihre Rollenbeschreibung. Verbunden mit dem Konzept einer nüchternen Kälte von Wissenschaft ist häufig die Erwartung, dass das Theater die „kalte“ Information emotionalisieren und damit ihr eine menschliche Temperatur verleihen könne. Aber was bedeutet diese Rollenaufteilung für das Verhältnis zwischen beiden? Und funktioniert sie überhaupt?

Mehr Informationen unter tobiasrausch.de


10:00 Uhr
(DE) Podiumsgespräch: Trans- und Interdisziplinarität: Ein Zukunftsmodell?
Prof. Dr. Silja Klepp | Sozialgeographie der Küsten und Meere / Unesco Lehrstuhl für Integrierte Meereswissenschaften
Dr. Mirjam Braßler | Arbeits-, Organisations- und Marktpsychologie des Instituts für Psychologie
Dr. Barbara Röckl | Koordinatorin DenkRaum

Wie gelingt Zusammenarbeit über disziplinäre Grenzen hinweg – besonders dann, wenn unterschiedliche Denk- und Arbeitsweisen aufeinandertreffen? In diesem Gespräch reflektieren die Humangeographin Silja Klepp und die Psychologin Mirjam Braßler über Potenziale und Spannungen transdisziplinärer Forschung – auch an der Schnittstelle von Wissenschaft und Kunst. Was braucht es für echte Zusammenarbeit auf Augenhöhe? Welche Haltung hilft, Differenz fruchtbar zu machen? Und wie könnte eine Institution aussehen, die inter- und transdisziplinäres Arbeiten wirklich ermöglicht?


Im Anschluss: Round Table


10:40 Uhr
Kaffeepause


11:10 Uhr
Workshop-Block 2

13:45 Uhr
Abschlussworte


14:00 Uhr
Ende der Konferenz

Eintritt frei! 

Veranstaltungsort
Seeburg Kiel
Düsternbrooker Weg 2
24105 Kiel



16.—17.Juli | Seeburg Kiel